Zwischen Naturprinzip und malerischer Wahrheit
Florian Weiß erschafft in seinen Gemälden eine eigene künstlerische Realität, die auf den fundamentalen Prinzipien der Natur beruht, ohne diese direkt abzubilden. Seine Werke sind geprägt von einer strukturellen, formalen und farblichen Ausgewogenheit – eine Komposition, die nicht der bloßen Imitation dient, sondern einem inneren, künstlerischen Ordnungsprinzip folgt. Die Malerei wird so zum Medium einer individuellen Wahrheit, die das sinnlich Erfahrbare neu erschafft.
Sinnlichkeit als Lebensgesetz der Kunst
Die sinnliche Wirkung des Motivs wird zum Maßstab. Je intensiver und unmittelbarer diese Wirkung auf den Betrachtenden übergeht, desto höher ist der künstlerische Wert. Weiß fängt nicht nur Vitalität ein – er transformiert sie. Auf der Leinwand entsteht nicht die bloße Natur, sondern ein lebendiges Abbild ihrer inneren Dynamik.
Arbeitstechnik
Der künstlerische Prozess beginnt im Freien mit der plein-air Aquarellmalerei. In direkter Auseinandersetzung mit der Natur hält Florian Weiß spontane Eindrücke, atmosphärische Schwingungen und energetische Bewegungen fest. Diese Aquarelle dienen nicht nur als Vorlage, sondern als Impulsgeber für die zweite, kontrastierende Phase im Atelier: die Ölmalerei auf Leinwand.
Hier beginnt die Übersetzung – ein kritischer, reflektierter Dialog zwischen zwei Medien, die sich diametral gegenüberstehen. Das flüchtige, transparente Aquarell wird im Atelier in das schwere, pastose Ölbild überführt. Diese Transformation verlangt ständiges Hinterfragen und Weiterdenken der Bildsprache – eine künstlerische Gratwanderung zwischen spontaner Vitalität und strukturierter Ordnung.
Vision
Florian Weiß strebt mit seiner Kunst nicht nach der Nachahmung der äußeren Welt, sondern nach dem Erschaffen einer eigenen, innerlich stimmigen Realität. In seinen Werken verschmelzen sinnliche Intensität, formale Präzision und die Lebendigkeit der Natur zu einer authentischen Bildsprache, die klar über das Sichtbare hinausgeht.
dass das Kunstwerk eine strukturelle, formale und farblich ausgewogene Ordnung aufweist, die auf den Prinzipien der Natur beruht – jedoch kein direktes Abbild der Natur ist.. Die Malerei soll nicht imitieren, sondern eine eigene künstlerische Wahrheit erschaffen
daß das Lebensgesetz der Kunst das Nachschaffen des Sinnlichen ist. Der Hauptinhalt der Kunst, dieses Feuer, dieses Element, mit einem Wort das Wesen der Kunst ist die Sinnlichkeit. Gerade diese sinnliche Wirkung eines künstlerisch gestalteten Motives ist eine der wichtigsten Maßstäbe für ihre Qualität; je intensiver diese Wirkung, um so größer ist ihre künstlerische Qualität
Vitalität und Leben einfangen auf der Leinwand
Arbeitstechnik: Abnahme des Motivs auf Aquarell plein Air um die Vitalität und Lebendigkeit der Natur einzufangen und in Ideen der Pinselsetzung zu übersetzen
Danach Öl auf Leinwand im Atelier vom Aquarell - die beiden Techniken stehen sich diametral gegenüber und fordern ständige Hinterfragung beim übersetzen der Bildsprache von Aquarell nach Öl